Transport in Chiang Mai: Tipps für Fortbewegung in der Stadt
Chiang Mai ist nicht nur ein Paradies für Reisende, sondern auch eine Stadt, die zahlreiche Möglichkeiten zur Fortbewegung bietet. Vom beliebten Songthaew über Tuk-Tuks bis hin zu Fahrrädern und Ride-Sharing-Apps – hier gibt es für jeden etwas. In diesem Artikel geben wir einen Überblick über die verschiedenen Transportmöglichkeiten, inklusive Tipps und Preisempfehlungen. Falls du dich jedoch fragst, wie du überhaupt nach Chiang Mai gelangst, dann lies zuerst diesen Artikel.
Transport in Chiang Mai
1. Ride-Sharing-Apps: Grab, Bolt, Maxim und InDriver
Für viele Besucher sind Ride-Sharing-Apps eine bequeme und oft günstige Möglichkeit, sich fortzubewegen. Die beliebtesten Apps sind Grab, Bolt, Maxim und InDrive. Jede App hat ihre Besonderheiten, sowohl im Service als auch in der Preisstruktur.
- Grab ist die am weitesten verbreitete App und bietet eine zuverlässige Abdeckung. Die Preise sind jedoch oft etwas höher als bei anderen Apps, vor allem vom und zum Flughafen.
- Bolt ist relativ neu in der Stadt, bietet aber meist günstigere Preise im Vergleich zu Grab.
- Maxim (Android, iOS) ist neben InDriver die preisgünstige Alternative und ist ebenfalls hier verfügbar. Die Preise liegen meist unten denen von Bolt, jedoch können Verfügbarkeiten variieren.
- InDrive funktioniert etwas anders, da man hier den Fahrpreis selbst vorschlagen kann. Fahrer können das Angebot annehmen oder ablehnen, was ein interessantes Verhandlungselement hinzufügt.
Tipp: Mopeds sind deutlich leichter zu bekommen, als Autos. Gerade im Regen kommt es bei Grab oft vor, dass Autos gecancelt werden, bei den anderen Apps passiert das seltener. Es lohnt sich, vor der Fahrt die Preise zu vergleichen.
2. Songthaews: Rote Pickups als gemeinschaftlicher Transport
Songthaews, die roten Pick-up-Taxis, sind wohl das typischste Verkehrsmittel in Chiang Mai. Diese gemeinsam genutzten Sammeltaxis fahren feste Routen, bieten aber auch die Möglichkeit, sich flexibel absetzen zu lassen.
- Preise: Der Grundpreis innerhalb der Stadt beträgt oft etwa 20 bis 30 Baht pro Person. Für längere Strecken, wie zum Doi Suthep oder zum Zoo, können die Preise steigen.
- Tipps zur Nutzung: Wenn man eine individuelle Route benötigt, kann man den Fahrer direkt ansprechen und einen Preis aushandeln. Dies ist vor allem bei kleinen Gruppen praktisch.
Tipp: Man sollte immer versuchen, mit dem Fahrer über den Preis zu sprechen, vor allem bei speziellen Routen. Die roten Songthaews sind die günstigste Option für kurze Strecken und die Möglichkeit, mit anderen Reisenden zu teilen, gibt es nur hier.

3. Tuk-Tuks: Für die schnelle Fahrt
Die berühmten Tuk-Tuks sind eine schnelle und oft unterhaltsame Möglichkeit, sich in Chiang Mai fortzubewegen. Der Preis kann jedoch für kurze Strecken höher sein als bei Songthaews oder Apps.
- Preise: Tuk-Tuk-Fahrer berechnen meist 50–150 Baht, je nach Strecke. Verhandle den Preis immer im Voraus, da es keine festen Tarife gibt.
- Tipps zur Nutzung: Tuk-Tuks sind besonders praktisch, wenn es schnell gehen soll oder wenn man Lust auf eine authentische und offene Fahrt hat. Ein bisschen Verhandlungsgeschick ist jedoch erforderlich.
Tipp: Mittlerweile gibt es einige E-Tuk-Tuks in der Stadt, willst du etwas für die Umwelt tun, nimm diese, denn ansonsten sind Tuk-Tuks die größten Dreckschleudern der Stadt.
4. Fahrrad leihen: Günstig und flexibel
In Chiang Mai gibt es verschiedene Anbieter, bei denen man sich Fahrräder ausleihen kann. Dies ist eine umweltfreundliche und günstige Möglichkeit, die Stadt zu erkunden.
- Preise: Die Miete für ein Fahrrad beträgt etwa 50 bis 100 Baht pro Tag.
- Tipps zur Nutzung: Chiang Mai ist größtenteils flach, sodass sich Fahrräder hervorragend für kurze Strecken und Stadtbesichtigungen eignen. Jedoch sollte man sich bewusst sein, dass die Verkehrssituation manchmal hektisch sein kann.
- Sicherheit: Die Fahrräder besitzen oft kein Licht und auch die Bremsen funktionieren oft nicht. Teste dein Fahrrad vorab, sodass du weißt worauf du dich einlässt.
- Worum du dir hingegen keine Sorgen machen musst, ist dass dein Fahrrad geklaut wird. Chiang Mai ist wie der Rest von Thailand sehr sicher.
Tipp: In der Altstadt ist das Radfahren sehr entspannt, aber sobald die entlang der Moat (das Grabensystem) fährst, kann es schnell gefährlich werden. Vermeide am besten die Rush-Hour und versuche dich am Rand zu halten.

5. Moped leihen: Für Abenteurer
Für mehr Freiheit und größere Reichweiten kann man sich ein Moped leihen. Zahlreiche Verleiher bieten Mopeds und Roller an.
- Preise: Der Tagespreis liegt zwischen 150–300 Baht, je nach Modell und Verleihstation.
- Polizeikontrollen: In Chiang Mai gibt es regelmäßig Polizeikontrollen. Touristen sollten stets einen internationalen Führerschein mit sich führen und einen Helm tragen, da sonst hohe Geldstrafen drohen.
- Tipps zur Nutzung: Das Mopedfahren in Chiang Mai und Umgebung ist eine der besten Möglichkeiten, um Orte wie Doi Suthep oder die Wasserfälle zu besuchen. Auch für den Samoeng Loop ist ein Moped praktisch.
Tipp: Kontrolliere das Moped auf Schäden, bevor du es übernimmst. Achte darauf, dass der Verleiher dir einen Helm bereitstellt und dass du einen gültigen internationalen Führerschein besitzt. Der Autoführerschein der Klasse B berechtigt nicht zum Fahren eines Mopeds in Thailand. Die Polizei achtet darauf, dass ein Kreuz bei A im internationalen Führerschein ist. Neben der Strafe – meist 500 Baht – die du bezahlen musst, denke auch daran, dass beim Fahren ohne Führerschein im Falle eines Unfalls dein Versicherungsschutz erlöschen kann. Hier findest du einen kleinen Guide zum Mopedfahren in Thailand.
Extra-Tipp: Wer länger im Land ist, der kann seinen Moped-Führerschein in Thailand machen. Genauere Infos dazu findest du in diesem Beitrag.

6. Zu Fuß unterwegs: Die Altstadt erkunden
Die Altstadt von Chiang Mai lässt sich wunderbar zu Fuß erkunden. Die engen Straßen und kleinen Gässchen sind ideal, um die Atmosphäre und das Leben der Stadt aufzusaugen.
- Innerhalb der Altstadt gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten, Cafés und Märkte, die du zu Fuß leicht erreichen kannst. Der Stadtkern ist auch überschaubar, sodass eine Stadttour zu Fuß problemlos in einem Tag möglich ist.
Tipp: Vor allem an heißen Tagen nimm genug Wasser mit und gönne dir zwischendurch Pausen.
7. Stadtbusse: Für den kleinen Geldbeutel
Seit einigen Jahren gibt es in Chiang Mai ein öffentliches Bussystem, das den Einheimischen und Besuchern eine günstige Möglichkeit zur Fortbewegung bietet.
- Preise: Die Fahrpreise beginnen bei etwa 15–30 Baht, je nach Strecke.
- Tipps zur Nutzung: Die Busse sind zum Teil klimatisiert und eine gute Option für Besucher, die etwas Geld sparen wollen. Die Fahrpläne und Routen sind jedoch nicht immer leicht zu finden, weshalb man sich am besten vorab informiert.
Fazit: Welche Option passt zu dir?
Chiang Mai bietet für jeden Besucher eine passende Fortbewegungsmöglichkeit, egal ob man sich für Ride-Sharing-Apps, traditionelle Songthaews oder das eigene Moped entscheidet. Während Bolt und Maxim oft die günstigsten Optionen unter den Ride-Sharing-Apps sind, sind Songthaews eine typische und erschwingliche Art, kurze Strecken zu bewältigen. Mopeds bieten die größte Freiheit, vor allem für längere Strecken und Tagesausflüge.
Für Kurzstrecken ist ein Spaziergang durch die Altstadt ideal, und wer gerne günstig reist, kann auf die öffentlichen Busse zurückgreifen.


